Besinnliche Weihnachten: Was feiern wir eigentlich?

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weihnachtenfeiern

Die meisten Christen haben als Kind gelernt, dass sie Weihnachten feiern, weil dann das Christkind geboren wurde, dem zu Ehren sie einen Christbaum oder auch eine Weihnachtskrippe und einen Adventskranz aufstellen, in die Christmette gehen und dass sie ein Geschenk und leckere Sachen vom Nikolaus oder Weihnachtsmann bekommen, wenn sie brav waren – oder vielleicht auch die Rute von Knecht Ruprecht zu spüren bekommen, wenn sie es nicht waren.

Doch je älter man wird, umso mehr Fragen beginnt man sich zu stellen, bis man selbst nicht mehr so recht an all das glauben kann, was man uns so erzählt hat. Viele werden aber trotzdem ihren Kindern alles genauso beibringen, wie sie es selber gelernt haben und sich dabei vielleicht sogar selber einen falschen Bart ankleben und ins Weihnachtsmannkostüm schlüpfen, um auch ihnen schöne Weihnachten zu bescheren.

Da Weihnachten aber auch als eine „besinnliche Zeit“ gilt, sollten wir uns neben all dem uns umgebenden Weihnachtskitsch aber auch einmal Gedanken darüber machen, was im Mittelpunkt dieses Festes steht und was wir da eigentlich feiern. Wenn man ehrlich ist, werden die meisten von uns zugeben müssen, dass die Kinder mit Weihnachten hauptsächlich verbinden, dass sie endlich ihre lang ersehnten Geschenke bekommen, während die Erwachsenen froh sind, dass der ganze vorweihnachtliche Rummel vorbei ist und man endlich ein paar Tage in Ruhe seinen Urlaub genießen kann.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Weihnachten ist in vielen Fällen längst zu einem kollektiven Konsumrausch, einer Fressorgie, einer vorgetäuschten Familienharmonie und einer Realitätsflucht verkommen, sei es zuhause vor der dauerberieselnden Glotze mit Heile-Welt-Gesülze oder irgendwo fern der Heimat, wo einen möglichst wenig an genau das erinnern soll – von „Fest der Liebe“ also keine Spur.

Der Weihnachtsmann – eine Werbefigur von Coca-Cola

Der konsumorientierte Charakter des heutigen Weihnachtsfestes wird bereits daran deutlich, dass der „Weihnachtsmann“ – so wie wir ihn heute kennen – eigentlich eine Erfindung von Coca-Cola ist, indem sich seit den 1920er Jahren das Weihnachtsmannkostüm in den charakteristischen Coca-Cola-Farben Rot und Weiß durchsetzte:

cocacolawerbung

Das Aussehen, das wir heute mit dem Weihnachstmann verbinden, wurde vor allem von Haddon Sundblom, einem US-amerikanischen Grafiker und Cartoonisten mit skandinavischer Abstammung, geprägt, der von 1931 bis 1964 Zeichnungen für die Coca-Cola-Werbung anfertigte, für die sein Freund, ein Coca-Cola-Auslieferungsfahrer namens Lou Prentiss, Modell stand. Später, als sein Freund gestorben war, soll das eigene Gesicht Sundbloms als Vorlage für die Zeichnungen gedient haben.

Es gibt jedoch auch eine Reihe von Figuren, die bei der Erfindung des Weihnachtsmanns Pate gestanden haben.

Väterchen Frost und Grüner Mann

Die wohl größte Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann hat das in den slawischen Ländern verbreitete Väterchen Frost (engl.: Jack Frost), bei dem es sich im Prinzip um eine Personifizierung des Winters handelt. Im Gegensatz zum westlichen Weihnachtsmann trägt dieser jedoch einen eisgrauen oder blauen Mantel, der heute unter westlichem Einfluss vermehrt einem roten Mantel gewichen ist.

vaeterchenfrost

Außerdem trägt er ein Zepter mit dem er alles mit Eis und Schnee bedecken kann, was er damit berührt. Er stellt somit den Gegenspieler zum Grünen Mann dar, der als Frühlingsbringer gilt (engl: Jack-in-the-Green).

gruenermann

Indem Väterchen Frost tief in der Taiga lebt, entspricht er jedoch unserem Weihnachtsmann, der sich nach einem „Nikolausgedicht“ mit den Worten vorstellt: „Von drauß’ vom Walde komm ich her…“

Der heilige Nikolaus – ein Bischof aus der heutigen Türkei

Nikolaus von Myra (zwischen 270 und 286 – 326, 345, 351 oder 365) ist zwar eine historische Person und ein christlicher Heiliger, hat aber ursprünglich nichts mit dem Weihnachtsfest zu tun. Er war Bischof von Myra, einem Ort im römischen und später byzantinischen Reich, der in der heutigen Türkei liegt und „Demre“ genannt wird.

Um den historischen Nikolaus ranken sich verschiedene Legenden, denen zufolge er z.B. sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben (und drei Jungfrauen beschenkt haben) soll – so bezeugen es Bischöfe des 4. Jahrhunderts wie Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea. Allerdings basieren die ihm zugeschriebenen Legenden z.T. auch auf dem gleichnamigen Abt des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb.

Quelle u. weiterlesen: http://www.pravda-tv.com/2015/12/besinn…

 

Hier noch ein Video:
Zeitgeist ist ein von Peter Joseph produzierter Film, der mit den Mitteln eines Dokumentarfilms u.a. eine Reihe von Verschwörungstheorien rund um das Christentum, die Anschläge vom 11. September 2001 sowie die Verbindung zwischen Hochfinanz und Kriegswirtschaft aufgreift.

 

 

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